So organisierst du deinen eigenen Wanderkleidertausch

So organisierst du deinen eigenen Wanderkleidertausch

So lief der Wanderkleidertausch im April ab

Grundlegendes

Als erstes hat eine (vorher festgelegte) erste Person eine Tasche voll mit aussortierten Klamotten gepackt und zur nächsten Person gebracht. Die hat sich das rausgenommen, was ihr gefiel und danach die Tasche mit mindestens gleich vielen Teilen wieder aufgefüllt (mit den Klamotten, die sie selbst aussortiert hat). Sie brachte die Tasche zur dritten Person usw. Am Ende brachte die letzte Person in der Reihe die Tasche zur allerersten Person zurück. Jetzt war sie an der Reihe mit Stöbern. Sie konnte alles behalten und das was ihr nicht gefiel, konnte sie spenden, für eine eigene Kleidertauschparty aufbewahren oder ähnliches.

Wie wurden die Gruppen eingeteilt?

Anmelden konnten sich alle in Deutschland lebenden Personen kostenlos, indem sie eine Excel-Datei ausgefüllt und per Mail an kleidertausch.de[at]web.de geschickt haben. Die sah so aus:

Danach habe ich Gruppen eingeteilt aus Leuten, die 1. die selbe “Art” Kleidung suchen (Frauen, Männer, Beides) und die 2. die gleiche oder eine ähnliche Kleidergröße hatten. Bei letzterem habe ich versucht eine Balance zu finden zwischen der Kleidergröße und dass die Leute aus einer Gruppe nicht allzu weit voneinander entfernt wohnten. Im Schnitt waren 4-10 Personen Teil einer Gruppe.

Konkretes Beispiel

Falls ihr eure Gruppe ebenfalls über Excel organisieren wollt, kommt hier ein ganz konkretes Beispiel mit fiktiven Personen. Natürlich könnt ihr auch Google Forms oder sonstwas nutzen, das wollte ich aber aus Datenschutzgründen nicht 🙂

Für ihre Anmeldung können sich die Leute eine Excel-Tabelle herunterladen: AnmeldungWanderkleidertausch2

Die ausgefüllte Tabelle schicken sie euch dann zu, als Beispiel habe ich eine Mia erfunden, die gerne in eurer Kölner Gruppe mitmachen will. Sie schickt euch diese Tabelle: AnmeldungWanderkleidertauschMia

Die Zeile könnt ihr kopieren, indem ihr links auf die Zeilennummer klickt (in dem Fall die 2) und dann ganz normal mit Rechtsklick -> Kopieren. In eure Gesamttabelle könnt ihr sie einfügen, indem ihr dort ebenfalls auf die Zeilennummer klickt und dann Rechtsklick -> Einfügen. Dann habt ihr am Ende eine Tabelle wie die hier: AnmeldungWanderkleidertauschAusgefüllt

Bei euch haben sich also 14 Frauen mit recht unterschiedlichen Größen angemeldet, die ihr jetzt in Gruppen unterteilen könnt. Zum Beispiel könntet ihr eine Gruppe machen mit allen, die XS-S oder S angegeben haben. Dann legt ihr eine Reihenfolge fest. Dafür habe ich alle Adressen bei Google Maps eingegeben und mir aus ihnen eine Route berechnen lassen. Jetzt konnte ich die “Zwischenstopps” so hin und her schieben, dass jeder den kleinsten Weg hat. Achtet dabei darauf, die Person als Startpunkt zu nehmen, die sich dafür bereit erklärt hat (siehe Tabelle) oder euch selbst. Wenn ihr mit der Einteilung fertig seid, könnt ihr die Tabelle als PDF abspeichern. Dafür markiert ihr den Bereich den ihr haben wollt, geht auf Datei -> Exportieren -> PDF erstellen -> Optionen -> Was veröffentlichen: Auswahl

Diese PDF könnt ihr dann als Rundmail an alle Leute der entsprechenden Gruppe schicken (nicht jeder PC kann Excel-Dateien öffnen). In der Mail habe ich dann nochmal geschrieben, dass die oberste Person anfängt und die Tabelle dann runtergegangen wird, bis die unterste Person die Klamotten wieder der obersten gibt. Wenn ihr möchtet, kann ich euch meine Mail gerne schicken, wenn ihr sie als Vorlage nutzen wollt. Meldet euch dafür einfach bei mir unter kleidertausch.de@web.de.

Erfahrungen

Ich würde sagen, alles in allem hat der Wanderkleidertausch sehr gut geklappt. In den meisten Städten hat es reibungslos funktioniert und der Großteil der Teilnehmer war nett und rücksichtsvoll.

Was für zukünftige Organisatoren aber interessant sein könnte ist:

1. Macht euch bei der Einteilung der Gruppen nicht einen zu großen Kopf zu den Kleidergrößen – oft landete doch zu große oder zu kleine Kleidung in der Tasche.

2. Es wurde seeeeehr viel aussortiert, zum Teil Sachen, die kaputt oder nicht mehr schön waren. Dementsprechend ist die erste (und letzte) Person auf sehr viel Zeug sitzen geblieben, das sie nicht haben wollte. Das ist doof. Deshalb würde ich euch vorschlagen, eine zweite Runde einzuführen, bei der nur noch (die eigene) Kleidung rausgenommen, aber nichts mehr reingelegt werden darf. Dazu haben wir bislang aber noch keine Erfahrung (die aktuelle Runde läuft noch).

Bewerben

Wenn ihr euch entschlossen habt, einen Wanderkleidertausch zu organisieren, meldet euch gerne bei uns, damit wir ihn bewerben können 🙂 Am schnellsten sehen wir eure Nachricht bei Instagram, ihr könnt uns aber auch über Facebook oder per Mail (an kleidertausch.de@web.de) erreichen.