Kissenbezüge aus deinen Lieblingsjeans

DIY: Kissenbezüge aus kaputten Jeans nähen

Du hast alte Jeans, die an diversen Nähten den Geist aufgeben, verwaschen oder löchrig sind? Bei mir war es genauso und ich wollte sie nicht einfach wegschmeißen.

Meist sind die hinteren Beinteile noch recht gut erhalten und man kann sein eigenes Jeans-Kissen damit nähen. Entgegen meiner Erwartung ist der Stoff gerade bei Stretch-Jeans recht weich. Jeggings sind allerdings weniger gut geeignet.

Falls du die Kissenidee schön findest, aber kein Händchen fürs Nähen hast, kannst du deine Jeans auch gerne an Bridge&Tunnel spenden und mit einem finanziellen Beitrag dein Kissen von ihnen anfertigen lassen. Die haben super viele schöne Modelle! (Materialspende: http://bridgeandtunnel.de/jeans-spenden/, unbeauftragte Werbung)

Du brauchst:

  • verschiedenfarbige Jeans (3-4 Farben sind optimal)

  • Nähmaschine

  • Stecknadeln

  • beliebig farbiges Garn (sieht man hinterher eh nicht)

  • Material für einen Verschluss (Knöpfe, Reißverschluss, Klett)

Kurze Planung:

Miss dein Kissen bzw. den alten Kissenbezug aus und überlege dir, wie groß die einzelnen Stoffteile sein sollen. Mein Kissen war 37*37cm groß und ich habe mich für 20*7,5cm inkl. Nahtzugabe als ein Stoffteil entschieden. So passen 2 Teile*18,5cm=37cm (+ jeweils 1,5cm Nahtzugabe) nebeneinander und 6 Teile*6cm=36cm (+ jeweils 1,5cm Nahtzugabe) übereinander. Das heißt für mein Kissen (Vorder- + Rückseite) habe ich 2*6*2=24 Teile ausgeschnitten. Am besten du machst dir dafür eine Vorlage aus Papier, die du zum Anzeichnen verwenden kannst.

Los geht’s:

Ordne die Teile farblich, sodass sie dir gefallen (hier nur 4 Reihen als Beispiel) und nummeriere dir dann die Reihen auf der Rückseite
(und mach dir ein Foto als Hilfe falls was durcheinanderkommt). Die Stoffteile
habe ich versetzt wie eine Backsteinmauer angeordnet.

Danach werden alle Teile einer Reihe (quasi die Zeilen) nach und nach aneinandergenäht, sodass ein Loop/Ring entsteht. Versuche hier möglichst immer die gleiche Nahtzugabe beim zusammennähen zu verwenden (z.B. mit Markierung an der Nähmaschine).

Nimm dir zwei Stoffloops und lege sie mit der rechten (als farbigen Seite) so übereinander wie du sie nachher auf dem Kissen haben willst, danach stülpst du den oberen über den unteren, sodass sie wie auf dem Foto übereinander liegen. Stecke dir die obere Seite fest und nähe die Loopteile aneinander. Das wiederholst du jetzt immer wieder mit den restlichen Loopteilen. Bei mir hat es gut gepasst, sodass keine Beulen entstanden sind. Der Stretch in manchen Jeans leistet da auch gute Dienste 😊

Zum Schluss entscheidest du dich für eine Seite, die du zunähen willst. Es ist ratsam vorher einmal den fertigen Riesenloop am Kissen zu testen, ob die Länge passt. Fürs Zunähen auf links drehen.

Auf der anderen Seite musst du dich für einen Verschluss entscheiden. Hier kann ein Reißverschluss, ein paar Knöpfe oder ein Klettverschluss eingebaut werden. Dafür musst du entweder die Kanten nach innen umklappen und vernähen, sodass du außen kein franseliges Ende hast oder noch einen schmalen Jeansstreifen drannähen.

Bei meiner Variante mit Klett habe ich an beide Seiten einen schmalen Streifen mit den beiden Kletteilen an das Loopende genäht. Dabei ist das eine Klettteil nach außen bzw. oben und das andere nach innen bzw. unten ausgerichtet. Vorteil Reißverschluss: relativ easy umsetzbar, Nachteil: etwas steif.
Viel Erfolg!!

Ruth

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